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Männer ohne Nerven

So hieß eine Vorabendserie in den Siebzigern – Stummfilmklamotten am Start zum Wochenende, immer ein großer Spaß, was nicht zuletzt daran lag, dass Hanns Dieter Hüsch den Sprachlosen seine fantastische Sprache und Stimme lieh.


Kein Spaß dagegen waren die letzten Wochenenden für Martin Schulz, was Kommentatoren zu der Wendung inspirierte, er habe Nerven gezeigt. Und damit wäre ich endlich beim Gegenstand meiner Kolumne: Was heißt das eigentlich – Nerven zeigen!? Umfragen – nicht repräsentative, aber doch – haben gezeigt, dass da durchaus Uneinigkeit herrscht. Die einen sind sicher, Schulz sei nervös geworden, habe die Nerven verloren also Nervenflattern bekommen. Andere deuten die Aussage dahingehend, er habe die Nerven behalten, also Nerven bewiesen und sie dann gezeigt. Zwei völlig gegensätzliche Interpretationen derselben Redewendung – für die zweitere spricht zumindest, dass man, was man verloren hat, nicht mehr glaubwürdig zeigen kann. Wie auch immer – er wird Nerven haben müssen.

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt - und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.