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In Gedenken

Es gibt eine Handvoll Verben, die mit dem Genitiv gebildet werden. Es werden immer weniger und vermutlich über kurz oder lang werden sie ausgestorben sein und dann wird man etwas später beginnen, ihnen zu gedenken.

Und dann werden diese Verben sich schmerzvoll im Grabe umdrehen, denn irgendwie hatten sie gehofft, man würde wenigstens jetzt, wo sie nicht mehr unter den Lebenden weilen, ihrer gedenken und nicht ihnen. Aber nein – man gedenkt ihnen, wie überhaupt heute, gerade jetzt im November, meist den Toten gedacht wird – in Zeitungen, in Reden, auf Kranzschleifen. Und dann denke ich, dass das Gedenken unter einem grammatikalischen Fehler doch ein bisschen leidet.
„... ist standardsprachlich noch nicht anerkannt“, sagt der letzte Duden zum Gedenken mit Dativ. Und das noch nicht beunruhigt mich als Lektor, denn als der fühle ich mich immer auch dem Schutz wehrloser, seltener und vom Aussterben bedrohter Wörter verpflichtet.

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt - und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.