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Werkstattberichte

Hier finden Sie alle älteren Artikel aus meiner monatlichen Kolumne. Was dem Lektor so auf- und einfällt.

Ist das jetzt noch Krise? Ist das nun Gelassenheit oder Nachlässigkeit? Klingt fast gleich, ist es aber nicht. Die Regaleinräumer im Supermarkt, auch die Regaleinräumerinnen, tragen ihre Mund-Nase-Bedeckungen irgendwo, nur nicht über Mund und Nase, sodass ich mir fast blöd vorkomme mit meinem vorbildhaften Mundschutz und den beschlagenen Brillengläsern.

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Ich habe mir schon immer regelmäßig die Hände gewaschen, das ist mir ein persönliches Bedürfnis. Wenn auch zugegebenermaßen nicht 30 Sekunden. Ich habe es versucht – es ist mir einfach zu lang.

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Die Laubbläser geben wieder alles. Meines Wissens war das Laubblasen zwar auch in den Hochzeiten des Lockdowns nicht verboten, dennoch war es im April und Mai rund ums Haus deutlich ruhiger als gewohnt.

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Endlich wieder in den Biergarten. Es ist warm, ein leichter Wind weht unten am Rhein immer, sodass also auch für Belüftung gesorgt sein wird. Die Aerosole werden nicht unnötig lange über dem Tisch rumwabern, sondern sich im unteren Mittelrheintal schnell verteilen und auflösen.

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An der Metzgertheke werde ich per Aushang informiert, dass man dort aus hygienischen Gründen auf den Gebrauch von Latexhandschuhen verzichtet, da sie die Verbreitung von Erregern eher förderten als vermieden. Die Fleischereifachverkäuferinnen hier tragen alle Latexhandschuhe.

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Jede Menge Wetter zu Pfingsten, wir werden also mit dem Rad losziehen. Dieses Mal kommen Juliane und ich nicht drum rum – das Tier muss mit. Damit das kein Desaster wird, geht es heute an den Rhein zum Training. Wir setzen uns auf eine Bank und schauen auf Fluss und Radfahrer. Alles strömt.

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Unser Lieblingscafé hat noch immer geschlossen. Ich fürchte, die haben aufgegeben. Das ist schade, denn es war seit einem halben Jahr wirklich ein Lichtblick in unserem überalterten Quartier mit seiner Parkplatzmentalität, ein Stadtteil, in dem jedes frei werdende Ladenlokal irgendwann von einem Hörgeräteakustiker bezogen wird oder für immer leer steht.

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Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.