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Vom Segeln und Durchblicken

Manche Wörter haben nebeneinander die unterschiedlichsten Bedeutungen – und wir benutzen sie jahrein jahraus, ohne uns dessen bewusst zu werden.

Doch auf einmal besehen wir uns dieses Wort von allen Seiten, stutzen – zumindest wir Lektorinnen und Lektoren tun das gelegentlich –, klopfen das Wort von allen Seiten ab und werden nicht recht schlau. Dann sagen wir zärtlich „du“ zu dem Wort und fragen nach Zusammenhängen.
Da ist etwa das Wort Transparenz oder transparent, das heißt, wie jeder weiß, Dursichtigkeit, durchsichtig – es ist uns ja immer wieder in Politikerreden begegnet. Es kommt von dem gleichen trans wie etwa in Transit: durch.
Jetzt wird aber grad wieder so viel demonstriert und – da sind dann diese ganzen Transparente. Aber was heißt das eigentlich? Anders gefragt – woher kommt das Wort hier? Von transparent – weil die Statements so klar und durchsichtig sind? Wohl eher nicht, denke ich bei vielen Aussagen.  

Dann vielleicht doch eher daher, dass man in die richtigen Transparente in Lakengröße, also nicht diese kleinen  Papptafeln, Löcher schneiden muss. Denn man möchte ja marschierend demonstrieren, nicht segeln gehen. Und durch die Löcher kann man dann durchgucken. Dass dieser Nebeneffekt aber wortschöpfend wurde, ist wiederum bemerkenswert. 

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.