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Von Glimpfen und Unglimpfen

Die Kosten und die Unkosten, hatten wir festgestellt, sind beide in gleichem Maße unerfreulich, auch wenn die Vorsilbe Un- täuschend signalisiert, eines sei das Gegenteil des anderen.

Ebenso verhält es sich mit einem Wort wie wirsch: Wer wirsch auftritt, macht sich seine Umwelt nicht gewogener, wenn er oder sie ins Unwirsche wechselt.
In dem schönen Buch Blackbird von Matthias Brandt begegnete mir jetzt eine witzige Debatte, ob man eigentlich jemanden verglimpfen könne, wenn man ihn denn nicht verunglimpfen wolle – und was das dann heißen könne, etwa loben oder so?! Tatsächlich muss es so was zumindest mal gegeben haben, so wie neben dem Unhold zwar leider kein Hold existiert, doch zumindest noch das Adjektiv hold wenn auch nicht mehr gebräuchlich, so doch aus älterem Liedgut noch vertraut ist – nicht zuletzt durch das kürzlich noch vielfach intonierte holder Knabe in lockigem Haar.

Das Wort glimpflich im Sinne von nur mit geringem Schaden ist noch im Einsatz – unglimpflich, also kränkend, wird man kaum irgendwo hören. Der Unglimpf (Kränkung) aber und der Glimpf (Glück, Unbeschadetheit), die kamen vermutlich schon Walther von der Wogelweide antiquiert vor. Dabei sind es doch wirklich hübsche Wörter, man sollte sie wieder öfter verwenden. Versuchen Sie’s mal im neuen Jahr.

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.