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Zeilen zur Krise VI: Nahsturzerfahrung

Das Schlimmste – nein, aber schlimm ist, auf was für Ideen man kommt, wenn man zu viel zu Hause ist und zu viel wenig Arbeit hat. Dann kriechen all die Dinge aus den Ecken hervor, die man immer schon mal nicht erledigen wollte, und oft kriechen sie in Form von Staubknäueln aus den Ecken hervor. Das geht noch an, das ist schnell erledigt.

In der Küche aber, in den höheren Regionen, knapp über der Sichtgrenze, so lange mein langer Cousin nicht zu Besuch kommt – aber das darf er zurzeit ja nicht –, insbesondere über dem Herd, da ist der Staub eine unglückliche Mesalliance mit Küchen- und Bratfett eingegangen: eine hartnäckige, zunehmend zementen werdende, unschöne Mixtur. Man hatte das bereits seit Jahren vermutet und beflissentlich weggeschaut und den langen Cousin, wenn er denn zu Besuch kam, hatte man vorsichtshalber direkt Platz zu nehmen gebeten, bevor er etwas wie „Du, da oben auf deinem Küchenschrank, ich weiß nicht, ob du das weißt …“ sagen konnte.

Jetzt aber ist der Moment gekommen: Ich habe sauber gemacht. Und das war eine idiotische Idee. Da stand ich mit Putzzeug auf der Anrichte, auf dem schmalen Stück, die die Anrichte breiter ist als der Hängeschrank darüber, und schrubbte und fluchte. Der Tritthocker einen Meter entfernt und in beunruhigender Tiefe. Die Deckenlampe zu weit entfernt, notfalls einen sicheren Halt zu bieten. AUF SOCKEN! Und ich WUSSTE, dass das kindisch und Unfug ist, und ich WUSSTE, dass die meisten Unfälle im Haushalt usw., und ich dachte, ich sollte das nicht tun, oder ich sollte wenigstens die rutschigen Wollsocken ausziehen.
Und deshalb bin ich dann ganz, gaaanz langsam und vorsichtig wieder runtergeklettert. Denn es wäre ja doch zu bescheuert, sich in Quarantäne den Hals zu brechen.

Zeilen zur Krise VII: 1. April

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.