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Zeilen zur Krise V: Sunday ’s gone

Das Merkwürdige ist dieses Gefühl von immerwährendem Sonntag. Keine Rushhour morgens auf der Hauptstraße nebenan, keine Schulkinder, die die Treppe runterpoltern, Geschäfte geschlossen, Ausflügler im Grün – und seit zwei Wochen strahlender Sonnenschein.

Ein nicht endender Sonntag. Ein still stehendes Zeitfenster, geöffnet, um durchzulüften – und jetzt regt sich kein Lüftchen. Es knarzt nicht einmal in den Angeln. Ein etwas schiefes Bild, denn tatsächlich weht es ganz gehörig: Gestern nach Siegburg geradelt und kernig Gegenwind gehabt. Auch auf dem Rückweg.

Und es ist ja auch längst schon wieder Montag. Der Wind ist geblieben, aber merklich abgekühlt. April deutet sich an, der ewige Sonnen- und Sonntag ist vorbei. Aber trotzdem: Keine Rushhour morgens auf der Hauptstraße nebenan, keine Schulkinder, die die Treppe runter… siehe oben. Und die Menschen bewegen sich langsamer. Wer jetzt hastet, der muss nicht zum nächsten Geschäftstermin oder nach einer viel zu kurzen Mittagspause wieder ins Büro, sondern macht Sport. Oder gehört zu denen, die die wirklich wichtige Arbeit machen. Ist also beispielsweise vermutlich kein Lektor.

Unter den Schlenderern, Flaneurinnen und Flaneuren, den Sportlern und Radlerinnen heute auch ein Liegerad-Tandem. Das Bemerkenswerte daran: Die Fahrer sitzen Rücken an Rücken, der Hintermann fährt also rückwärts. Seine Kette läuft über Umlenkrollen, sodass er also nach hinten schaut, aber nach vorne bzw. vorwärts tritt. Vielleicht nicht schlecht: Gemeinsam vorwärtskommen, aber janusköpfig im Blick behalten, woher man kommt.

Und wenn schon immer weniger Menschen sich und mich auf der Straße grüßen – so grüßt doch stets und bis auf Weiteres täglich das Murmeltier.

Zeilen zur Krise VI: Nahsturzerfahrung

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.