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Zeilen zur Krise X: Zeitungspause

Ich bin ein wenig müde. Muss denn wirklich jeder Dr. med. Corona-Experte sein? Muss wirklich eine Head lauten „Was die Statistiken verschweigen“, wenn in jedem Bericht von den Problematiken der Statistiken die Rede ist?

Muss tatsächlich sich noch jemand mit „Was Sie jetzt wissen müssen …“ hervortun, wenn längst Konsens darüber herrscht, dass man vieles nicht weiß und aus gutem Grund noch nicht wissen kann? Muss wirklich jedes Mikrofon dem unter die Nase gehalten werden, der einen Impfstoff ein halbes Jahr früher in Aussicht stellt als alle anderen? Soll ich zu Hause Atemschutzmasken für die Uniklinik nähen – oder sind die Masken ohnehin unnütz, wie jemand auf der gleichen Zeitungsseite beteuert. Und wenn am nächsten Tag die Masken doch ganz sinnvoll sein sollen, oder nur diese oder nur jene – warte ich dann nicht immer besser die Meldungen des nächsten Tages ab, und dann am besten gleich wieder die des nächsten, um möglichst frisch informiert zu sein oder zumindest die aktuellsten Zweifel zu kennen?
Immer die gleichen Tage – sagt auch das Murmeltier (schönen Gruß übrigens) –, aber selten war die Tageszeitung gegenüber der Online-Ausgabe dermaßen von gestern, noch bevor sie im Briefkasten steckte. Vergleichbar nur mit der Verkehrsführung in der Bonner Innenstadt – da weiß man auch nie, was am nächsten Tag noch gilt.

Ich habe, wie man unschwer erkennt, eine Medienkrise. Heute lese ich keine Zeitung mehr. Das Murmeltier hat sie ohnehin grad gefressen! Die Möhren von gestern waren ihm dann vielleicht doch nicht mehr knackig genug, und nachdem es eine Weile verspielt Kringel aus ihnen gebogen hatte, hat es das Interesse daran verloren, ein Nickerchen gemacht – und nun also die Zeitung gefressen. Bis hin zum Sportteil, der seit einer Weile nur noch eine halbe Spalte auf der letzten Seite umfasst. Und da geht es um Schach. Computerschach. Das Tier hat immer so einen Hunger, wenn es wach wird. Und da es ständig einschläft, wird es auch ziemlich häufig wach. Und hat dann Hunger.
Nun gut. Ich wollte ja eh eine Medienpause einlegen.
(Und hier merken Sie spätestens, dass ich Ihnen schamlos etwas vorkrücke: Meine Zeitung kommt seit Jahren nur noch digital ins Haus.)

Zeilen zur Krise XI: Die Brauer

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.