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Zeilen zur Krise XLVIII: Zwei- und Vierbeiner

Irgendwie wird es nicht richtig besser mit den Zeiten. Jetzt ist es schon wieder zu eng überall in der Stadt, und draußen vor den Geschäften Schlange stehen wird auch immer unwirtlicher.

Im Café dunsten die Leute den Regen aus ihren Jacken und wer weiß was sonst noch alles. Da renne ich lieber meine Runden durch den Wald, auch wenn ich danach extrem wer weiß was sonst noch ausdunste.
Das Murmeltier hat sich Mitte August für ein Schläfchen zurückgezogen und ist erst vor ein paar Tagen wieder aus seiner Kaule gekullert. Früher Winterschlaf, hatte ich zu hoffen gewagt. Es besteht aber darauf, dass das nur ein Spätsommerfrühherbstschlaf war. So ein Chaos – scheiß Klimawandel. Auch die naturnahen Wesen kennen sich mit den Jahreszeiten nicht mehr aus. Das Murmeltier besteht allerdings darauf – seltsam, ständig besteht dieses Tier auf irgendwas –, dass es längst weitgehend domestiziert ist. Nun gut.

Jetzt will es mit mir joggen gehen. Auch das noch, denke ich.
„Das geht nicht, das ist nur für Zweibeiner“, weiche ich aus.
„Ich kann auch zweibeinig!“, wendet es ein und hat sich schon in pelzenge Sportklamotten gezwängt. Weiß der Himmel, wo es die wieder her hat. Ich habe aufgehört, mich zu wundern.

Das Murmeltier joggt. Zweibeinig. Naja. Nach fünf Minuten und etwa 15 Metern verliere ich die Geduld. „Okay“, sage ich, „du darfst auf allen Vieren.“
Sofort ist das Tier auf allen Beinen und wenig später weit vorausgelaufen. Ich komme ins Schwitzen, und das mag ich ja nun gar nicht beim Sport.
„Können wir es nicht mal dreibeinig versuchen?“, keuche ich.

Immer wenn wir an einem Hund vorbeikommen, kriegt der eine kleine Kleinigkeit. Die Leute sind da sehr fürsorglich.
„Was machen die da immer?“, fragt das Murmeltier.
„Die Hunde werden mit einem kleinen Leckerchen von uns abgelenkt“, erkläre ich.
„Sind die doof, die Hunde“, sagt das Murmeltier.
„Wieso? Ist doch super, dass die nicht über uns herfallen, wie das früher war.“ Ich finde es wirklich erfreulich, dass die Hunde heutzutage überwiegend gut erzogen sind.
„Naja“, sagt der Großnager. „Zehn Gramm Belohnung dafür, dass er sich fünf Kilogramm Fleisch durch die Lappen gehen lässt? Schlechter Deal, würde ich sagen.“
„Bei mir sind es 73 Kilo“, füge ich an.
„Macht 78. Doof – wie gesagt.“

Zeilen zur Krise XLIX: Hamsterkäufe

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.