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Zeilen zur Krise XL: Fahrrad und Pfingsten

Jede Menge Wetter zu Pfingsten, wir werden also mit dem Rad losziehen. Dieses Mal kommen Juliane und ich nicht drum rum – das Tier muss mit. Damit das kein Desaster wird, geht es heute an den Rhein zum Training. Wir setzen uns auf eine Bank und schauen auf Fluss und Radfahrer. Alles strömt.

Morgen wird es noch viel voller werden. Das Murmeltier hört meinen Anweisungen erstaunlich aufmerksam zu.
„Die Rennradfahrer, auf die musst du achten. Wenn links am Wegrand ein Biergarten kommt, dann bremsen die scharf und schwenken rüber, ohne zu gucken. Und siehst du das ältere Paar da vorne? Die werden gleich Bekannte treffen, stehen bleiben, die Räder quer über den Weg stellen und plaudern. Ganz wichtig: der Mann da mit dem Knirps, der vor ihm her radelt. Siehst du die? Der kleine Kerl wird dem Papa gleich etwas erzählen, dazu wird er den Kopf nach hinten wenden und den Lenker dabei mitnehmen – der braucht dann die volle Wegbreite. Nie aus den Augen lassen! Weiter haben wir da die Zwanzigjährigen, die barfuß fahren und immer mit Kopfhörern. Kiste Bier auf dem Gepäckträger und eben noch die Playlist checken. Die kriegen gar nichts mit, da musst du beim Überholen viel Abstand halten.
Da vorne die Rentner mit Pedelec, mit fettem Rückspiegel, wo sie nie reingucken. Die fahren oft zügig, gucken aber langsam. Wenn du die überholst, erschrecken sie sich, kommen ins Trudeln und schimpfen. Nicht beirren lassen, weiterfahren. Ganz vorne ist man am sichersten. Dann die SUVs unter den Rädern, da machst du besser Platz. Wenn die mit Motor und Überbreite über den Radweg pflügen, hast du keine Chance. Also rechts ranfahren, vorbeilassen.
Wen habe ich vergessen? – Ach ja, die Inliner. Die brauchen Platz. Meistens sind sie auch verstöpselt und wenn du von hinten kommst, hören sie dich nicht. Die Kinder gehen noch, aber die wackeligen Eltern – Vorsicht! Die Mädchen auf Hollandrädern, die beim Fahren Selfies machen. Hochgefährlich, Abstand halten! Gruppen mit mehr als drei Leuten – ganz große Obacht. Da verlässt sich jeder darauf, dass der andere etwas Verstand mitgenommen hat, und am Ende hat keiner welchen dabei. Und einer schert immer aus, ohne zu gucken …“

In dem Moment kommt ein Papa mit Kind auf 24er-Fahrrad vorbei: „Und vergiss nicht“, sagt Papa, „am schlimmsten sind die mit ihren verwöhnten Murmeltieren, die noch nie Fahrrad gefahren sind.“

Zeilen zur Krise XLI: Junger Mann

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.