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Zeilen zur Krise XLII: Im Biergarten

Endlich wieder in den Biergarten. Es ist warm, ein leichter Wind weht unten am Rhein immer, sodass also auch für Belüftung gesorgt sein wird. Die Aerosole werden nicht unnötig lange über dem Tisch rumwabern, sondern sich im unteren Mittelrheintal schnell verteilen und auflösen.

Wir werden uns einen Tisch ganz am Rand des Biergartens nehmen – man kann dann vom Rad aus direkt an den Tisch springen und muss nicht zwischen Betreten des Lokals und Hinsetzen die Maske aufsetzen, denn das fällt dann quasi in eins zusammen. Es ist immer noch bemerkenswert, was für Worte man leichtzüngig und wie alltäglich benutzt, worauf man in der letzten Zeit zu achten und was man zu bevorzugen gelernt hat. Nie zuvor zum Beispiel habe ich Aerosolen eine Bedeutung oder sonst etwas beigemessen.
Gleich geht’s los – Juliane muss nur gerade noch ein Arbeitspapier für ihre Studenten hochladen. Master-Studenten, die haben schon ein ganz anständiges Niveau, entsprechend hoch muss das Papier geladen werden. Das dauert etwas. Bei Erstsemestern geht’s schneller, da reicht es, wenn man die Aufgaben nur ein bisschen hoch lädt. Sonst sind die schnell überfordert und frustriert, weil sie nicht dran kommen … Entschuldigung. Das ist natürlich sehr albern.

Wir werden das Haus ganz leise verlassen. Das Murmeltier macht noch Mittagsschlaf und ich möchte es auf keinen Fall wecken. Es ist deutlich nach sechs, aber das Murmeltier schläft derzeit ungewöhnlich viel. Ob es nicht artgerechter wäre, habe ich gefragt, im Winter zu schlafen und jetzt Vorräte anzuhäufen. Nein, es sei mehr so der Ganzjahresschlaftyp und Vorräte brauche es nicht, ich hätte ja von allem reichlich da. Außerdem traut es sich kaum noch raus, weil ich es letzte Woche doch noch zu einem Undercut überredet habe. Ich habe aus Rache seine alkoholbedingte Indisponiertheit ausgenutzt, weil es sich wieder über mein Bier hergemacht hatte – so viel zum Thema Vorrat. Es hat übrigens wirklich markante Segelohren, wer hätte das gedacht. Und bei dem Fahrradausflug am Wochenende hat es sich an den Ohren zudem trotz Fahrradhelm einen markanten Sonnenbrand zugezogen und dann die ganze Rückfahrt über auf meinen Friseur geschimpft – nicht ohne freundliches Grüßen nach links, nach rechts, nach vorne und hinten. Und als das Murmeltier einmal ganz unten im Straßengraben gelandet war, hat es sogar nach oben gegrüßt.

Zeilen zur Krise XLIII: Laubbläser

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.