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Zeilen zur Krise LII: So ein Tag

Wir ziehen um. Juliane und ich sind schon seit Tagen am Räumen, Sortieren und Ausmisten. Der Keller hat Wundersames zutage gefördert.

Kein Mofa dieses Mal, die Inliner werden aber endlich aussortiert, nachdem sie im letzten Mai noch Gnade gefunden hatten (vgl. hier), und dann kommen noch ein paar Räder zum Vorschein.
„Das brauche ich!“, sagt das Murmeltier, das auf einmal hinter mir im Keller steht. „Genau das!“
„Was?“, frage ich. So ein Umzug bedeutet viel Stress für einen älteren Herrn wie mich und ich bin schon jetzt etwas dünnhäutig, weil noch hundert Regalmeter Bücher zu sichten sind.
„Das da … den Bollerwagen da!“
Aha, den Bollerwagen also. Kann es haben. Und dann wuchtet es noch einen verstaubten, riesigen Radiorecorder aus dem Regal und will wissen, ob ich Batterien dafür habe. Da kommen ein halbes Dutzend rund bierflaschengroße Batterien rein, ich weiß gar nicht, ob man die noch kriegt.
„Egal“, meint das Murmeltier, „ich frickel da ’ne Powerbank dran. Apropos Bier, kann ich …?“
„Nein!“, sage ich überdeutlich. „Und wie stellst du dir denn das vor, mit der Powerbank? Ich würde es eher mit einer alten Autobatterie versuchen. Und du weißt schon“, erkundige ich mich dann, „dass man damit nur Cassetten spielen kann, oder?“
Das Murmeltier weiß nicht, was Cassetten sind, das merke ich an seinem desorientierten Blick.

Eine halbe Stunde später steht das Murmeltier draußen, gut gelaunt im noch jungen Februar: Bollerwagen, Radiorecorder – und natürlich hat es sich doch einen halben Kasten Flens geklaut.
„Was, in drei Teufels Namen, hast du vor?!“, will ich wissen.
„Was denn, mein Gutester“, erklärt es mir geduldig mit einer Gegenfrage, „machen Väter am Vatertag?!“
„Keine Ahnung. Bollerwagen, Bier, Gettoblaster, Kumpels – und dann durch die Felder ziehen? Aber was hat das mit dir zu tun?“

„Heute ist MURMELTIERTAG!“
„… ??“
„Ich habe dir übrigens einen halben Kasten dagelassen.“
Sprachlos bedanke ich mich für den halben Kasten. „Und die Kumpels?“, frage ich verstört, „du hast doch gar keine Kumpel!“

„Das Känguru von oben kommt mit.“

Zeilen zur Krise LIII: Land unter

Kurz notiert

Zum Mitnehmen

Manche meiner Kunden setzen zu viele Kommas – oder auch Kommata, das ist beides o.k. Daher habe ich immer welche übrig und gebe sie gerne kostenlos ab. Das ist eine Win-win-Situation für uns alle (übrigens nicht Win-Win-...).

Zum Vergleichen

Was kostet eigentlich ein Lektorat? Schwer zu sagen – die Forderungen variieren sehr stark. Meine Preise liegen aber eher im unteren mittleren Bereich des seriösen Spektrums. Und bedenken Sie: Bei den Kosten für eine hochwertige Publikation ist das Lektorat keine große Summe.

Zur Sicherheit

Wenn Sie unsicher sind, helfe ich gerne weiter. Nicht bei der Frage nach Tee oder Kaffee, aber z. B. bei der nach Dativ oder Genitiv. Kontaktieren Sie mich – ich kläre das und schicke Ihnen bei Bedarf eine kurze Expertise. Für meine Kunden gehört das zum Service.

Zum Lachen

Fehler als Lacher – mein Favorit ist hier immer noch (obwohl im Grunde eher zum Weinen): Ein Kundenmagazin, das die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie thematisiert, darin der Satz: „Der kleine Kevin wird jeden Morgen von 8 bis 12 Uhr bereut …“ Das arme Kind!
Auch sehr schön: der Nähstoff.
Und natürlich aus jüngerer Zeit: der Strandpunkt – ach, da möchte man doch grad die Strandtasche packen und Richtung Meer flipfloppen.

Zum Feiern

Vermutlich werden in diesem Jahr besonders viele Besucher nach Faid strömen: Die einen, weil sie sich wie jedes Jahr auf die Kirmes freuen,

Kimres.

... die anderen, weil sie gespannt sind auf etwas völlig Neues, noch nie Dagewesenes. Allen sei ein schönes Fest gegönnt – und hoffentlich war das Banner nicht zu teuer.

Zum Schluss

Habe ich Sie neugierig gemacht? Probieren Sie es aus. Ihr nächster Flyer, die neue Ausgabe Ihres Newsletters – was auch immer. Lassen Sie mich einen Blick drauf werfen.